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OUTPUT · 16:9 · PNGDie Abbildung zeigt das Magnetfeld einer stromdurchflossenen Spule, auch Solenoid genannt. Eine Spannungsquelle erzeugt einen elektrischen Strom, der durch die einzelnen Windungen der Spule fließt. Dadurch entsteht ein Magnetfeld, dessen Form dem Feld eines Stabmagneten ähnelt. Ein Ende der Spule bildet den Nordpol, das andere den Südpol. Im Inneren verlaufen die Magnetfeldlinien nahezu parallel und dicht beieinander; dort ist das Feld annähernd gleichförmig und besonders stark. Außerhalb der Spule sind die Feldlinien gekrümmt und weiter voneinander entfernt. Alle Magnetfeldlinien bilden geschlossene Kurven.
Die technische Stromrichtung verläuft außerhalb der Spannungsquelle vom Pluspol zum Minuspol. Aus ihrem Verlauf in den Windungen lassen sich die Pole mit der Ampèreschen Regel beziehungsweise der Rechte-Hand-Regel bestimmen: Umgreifen die gekrümmten Finger der rechten Hand die Spule in Stromrichtung, zeigt der ausgestreckte Daumen zum Nordpol. Außerhalb der Spule verlaufen die Magnetfeldlinien vom Nordpol zum Südpol, innerhalb vom Südpol zum Nordpol. Wird die Stromrichtung umgekehrt, vertauschen sich Nord- und Südpol; auch die Richtung sämtlicher Magnetfeldlinien kehrt sich um.
Die Grafik eignet sich nach der Einführung magnetischer Wirkungen des elektrischen Stroms zur Erarbeitung oder Sicherung. Zunächst können die Lernenden Strompfeile ergänzen und anschließend mit der Rechte-Hand-Regel die Pole bestimmen. Leitfragen sind: „Welches Ende ist der Nordpol?“, „Wie verlaufen die Feldlinien innen und außen?“ und „Was ändert sich bei umgekehrter Polung?“. Als Prüfungsaufgabe kann eine unvollständige Skizze ergänzt, eine fehlerhafte Darstellung korrigiert oder die Wirkung einer Stromrichtungsumkehr erklärt werden. Damit verbindet die Abbildung Stromrichtung, Magnetpole und Feldlinienrichtung.
Man umfasst die Spule mit der rechten Hand so, dass die gekrümmten Finger in die technische Stromrichtung der Windungen zeigen. Der ausgestreckte Daumen weist dann zum Nordpol der Spule.
Magnetfeldlinien besitzen keinen Anfang und kein Ende, weil einzelne magnetische Pole nicht isoliert auftreten. Sie verlaufen außerhalb der Spule von N nach S und schließen sich im Inneren von S nach N.
Die Richtung des Magnetfeldes kehrt sich um, sodass Nordpol und Südpol ihre Plätze tauschen. Die grundsätzliche Form des Feldlinienbildes bleibt bei gleicher Stromstärke und unveränderter Spule erhalten.