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OUTPUT · 16:9 · PNGDie Skizze zeigt die Kräfte an einem ruhenden Körper auf einer schiefen Ebene. Die Gewichtskraft G wirkt unabhängig von der Neigung senkrecht nach unten. Die Normalkraft N steht senkrecht auf der Oberfläche der Ebene. Da der Körper ohne Reibung hangabwärts beschleunigen würde, wirkt die Haftreibungskraft f parallel zur Ebene hangaufwärts. Der Neigungswinkel θ beschreibt die Neigung der Ebene gegenüber der Horizontalen. Weil der Körper ruht, befindet er sich im Kräftegleichgewicht: Die Vektorsumme aller eingezeichneten Kräfte ist null.
Zur Berechnung wird die Gewichtskraft in zwei zueinander senkrechte Komponenten zerlegt. Parallel zur Ebene wirkt die Hangabtriebskomponente G·sin(θ), senkrecht zur Ebene die Komponente G·cos(θ). In senkrechter Richtung gilt bei fehlenden weiteren Kräften N = G·cos(θ). Entlang der Ebene gleicht die Haftreibung die Hangabtriebskomponente aus, also f = G·sin(θ). Dieses Gleichgewicht ist jedoch nur möglich, solange f die maximale Haftreibungskraft nicht überschreitet. Mit zunehmendem Neigungswinkel wächst die erforderliche Haftreibung, während die Normalkraft kleiner wird.
Die Abbildung eignet sich nach der Einführung von Kraftvektoren und vor der Behandlung der Reibungsgesetze. Zunächst können Lernende Richtung und Angriffspunkt jeder Kraft begründen. Danach bietet sich die Frage an: „Welche Bewegung würde ohne Haftreibung einsetzen?“ Anschließend wird ein Koordinatensystem parallel und senkrecht zur Ebene gewählt und G zerlegt. Typische Prüfungsaufgaben betreffen die Gleichgewichtsbedingungen, die Berechnung von N und f sowie den Grenzwinkel, bei dem die maximale Haftreibung erreicht wird und der Körper zu rutschen beginnt.
Die Hangabtriebskomponente der Gewichtskraft würde den Körper hangabwärts bewegen. Die Haftreibung wirkt der drohenden Relativbewegung entgegen und ist deshalb bei einem ruhenden Körper hangaufwärts gerichtet.
Die Normalkraft gleicht nur die zur Ebene senkrechte Komponente der Gewichtskraft aus. Ohne weitere senkrechte Kräfte gilt N = G·cos(θ), sodass N bei θ > 0 kleiner als G ist.
Der Körper rutscht, sobald G·sin(θ) größer als die maximale Haftreibung μ_H·N wird. An der Haftgrenze gilt G·sin(θ) = μ_H·G·cos(θ) und damit tan(θ) = μ_H.