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OUTPUT · 16:9 · PNGDas Strahlenbild zeigt die Bildentstehung an einer Sammellinse, wenn der Gegenstand zwischen der einfachen und der doppelten Brennweite steht. Von der Spitze des Gegenstands werden drei ausgezeichnete Strahlen gezeichnet. Nach der Brechung schneiden sie sich auf der anderen Seite der Linse außerhalb von 2F. Dort entsteht ein reelles, umgekehrtes und vergrößertes Bild. Weil sich die Lichtstrahlen tatsächlich am Bildort vereinigen, kann das Bild auf einem Schirm aufgefangen werden. Die Zeichnung verdeutlicht damit den Zusammenhang zwischen Gegenstandsweite, Brennweite, Bildweite, Bildgröße und Bildlage.
Die optische Achse verläuft waagerecht durch den optischen Mittelpunkt O. Auf beiden Seiten der Linse werden die Brennpunkte F und die Punkte 2F im richtigen Abstand markiert. Ein achsenparalleler Strahl wird hinter der Linse durch den bildseitigen Brennpunkt gebrochen. Ein Mittelpunktstrahl verläuft durch O näherungsweise geradlinig weiter. Ein Brennpunktstrahl, der vor der Linse durch den gegenstandsseitigen Brennpunkt läuft, tritt hinter der Linse parallel zur optischen Achse aus. Der Schnittpunkt der gebrochenen Strahlen bestimmt die Spitze des Bildes; ihr Lot zur optischen Achse ergibt den umgekehrten Bildpfeil.
Die Zeichnung eignet sich nach der Einführung von Brennweite und Hauptstrahlen zur gemeinsamen Konstruktion an der Tafel oder für eine angeleitete Übung. Zuerst markieren die Lernenden O, F und 2F, danach zeichnen sie die drei ausgezeichneten Strahlen von der Gegenstandsspitze. Leitfragen sind: Wo schneiden sich die Strahlen? Ist das Bild reell oder virtuell, aufrecht oder umgekehrt, verkleinert oder vergrößert? Anschließend kann die Konstruktion mit einem Schirmversuch überprüft werden. Typische Prüfungsaufgaben verlangen die korrekte Strahlenführung sowie Aussagen zu Bildlage, Bildart und Bildgröße.
Steht der Gegenstand zwischen F und 2F, schneiden sich die gebrochenen Strahlen auf der Bildseite erst jenseits von 2F. Deshalb ist die Bildweite größer als die doppelte Brennweite und das Bild größer als der Gegenstand.
Für die eindeutige Konstruktion reichen zwei korrekt gezeichnete Strahlen aus. Der dritte Strahl dient als Kontrolle und sollte durch denselben Bildpunkt verlaufen.
Das Bild ist reell, weil sich die Lichtstrahlen hinter der Linse tatsächlich schneiden und auf einem Schirm auffangen lassen. Die Strahlen von der Gegenstandsspitze treffen sich unterhalb der optischen Achse, daher ist das Bild umgekehrt.