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OUTPUT · 16:9 · PNGDie Säure-Base-Titrationskurve zeigt, wie sich der pH-Wert einer Lösung während einer Neutralisation verändert. Auf der x-Achse steht das Volumen der zugegebenen Maßlösung, auf der y-Achse der pH-Wert. Dargestellt ist hier die Titration einer starken Säure mit einer starken Base oder umgekehrt. Die Kurve beginnt im sauren beziehungsweise basischen Bereich, verändert sich zunächst langsam und weist nahe dem Äquivalenzpunkt einen steilen pH-Sprung auf. Bei einer starken Säure und einer starken Base liegt der Äquivalenzpunkt idealisiert bei 25 °C etwa bei pH 7.
Mit zunehmendem Zugabevolumen wird die Ausgangslösung durch die Maßlösung neutralisiert. Vor dem Äquivalenzpunkt bestimmt der Überschuss der Ausgangssäure oder -base den pH-Wert; bei schwachen Reaktionspartnern kann zusätzlich ein Pufferbereich auftreten. Im steilen Abschnitt ändert sich der pH-Wert bereits durch kleine Volumenzugaben stark. Der Äquivalenzpunkt bezeichnet die stöchiometrisch vollständige Umsetzung, während der Endpunkt durch den Farbumschlag eines Indikators erkannt wird. Ein geeigneter Indikator besitzt seinen Umschlagsbereich innerhalb des pH-Sprungs.
Die Abbildung eignet sich zur Einführung, zur Auswertung von Titrationsdaten und zur Vorbereitung auf die Auswahl geeigneter Indikatoren. Die Lehrkraft kann zunächst fragen: „Was zeigen die beiden Achsen?“ und „Warum wird die Kurve nahe dem Äquivalenzpunkt steil?“ Anschließend lassen sich Ausgangs-pH, Pufferbereich, pH-Sprung und Äquivalenzpunkt markieren. Als Prüfungsbezug dienen die Stoffmengenrechnung, die Reaktionsgleichung, die Indikatorwahl und die Unterscheidung von Äquivalenzpunkt und Endpunkt.
Nahe dem Äquivalenzpunkt ist fast die gesamte Säure beziehungsweise Base umgesetzt. Eine sehr kleine zusätzliche Stoffmenge der Maßlösung erzeugt deshalb einen deutlichen Überschuss an Hydroxid- oder Oxoniumionen, sodass sich der pH-Wert stark ändert.
Bei der Titration einer starken Säure mit einer starken Base sind beide Indikatoren grundsätzlich geeignet, weil ihre Umschlagsbereiche im steilen pH-Sprung liegen. Methylorange schlägt etwa bei pH 3,1–4,4 und Phenolphthalein etwa bei pH 8,2–10,0 um.
Am Äquivalenzpunkt liegen die Reaktionspartner genau im stöchiometrisch erforderlichen Stoffmengenverhältnis vor. Der Endpunkt ist der experimentell beobachtete Farbumschlag des Indikators und kann wegen seines Umschlagsbereichs geringfügig vom Äquivalenzpunkt abweichen.