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OUTPUT · 16:9 · PNGDie Abbildung vergleicht die Lewis-Elektronenformeln von Wasser (H₂O), Kohlenstoffdioxid (CO₂) und Ammoniak (NH₃). Elementsymbole kennzeichnen die Atomrümpfe, während Striche oder Punktpaare die Valenzelektronen darstellen. Ein Strich zwischen zwei Atomen entspricht einem bindenden Elektronenpaar; Elektronenpaare, die nur zu einem Atom gehören, werden als freie Elektronenpaare eingezeichnet. Bei H₂O besitzt das Sauerstoffatom zwei O–H-Einfachbindungen und zwei freie Elektronenpaare. CO₂ enthält zwei C=O-Doppelbindungen. In NH₃ bildet Stickstoff drei N–H-Einfachbindungen und trägt ein freies Elektronenpaar. Damit erreichen Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff jeweils ein Elektronenoktett, Wasserstoff dagegen die stabile Duettbesetzung.
Zum Zeichnen wird zunächst die Gesamtzahl der Valenzelektronen bestimmt: H₂O und NH₃ besitzen jeweils acht, CO₂ insgesamt sechzehn. Danach legt man das Zentralatom fest und verbindet es zunächst durch Einfachbindungen mit den Außenatomen. Verbleibende Elektronen werden als freie Elektronenpaare verteilt, zuerst an den Außenatomen und anschließend am Zentralatom. Fehlen dem Zentralatom Elektronen zum Oktett, werden freie Elektronenpaare benachbarter Atome in Mehrfachbindungen umgewandelt. Deshalb benötigt CO₂ zwei Doppelbindungen, während bei H₂O und NH₃ Einfachbindungen genügen. Abschließend kontrolliert man Elektronenzahl, Oktett- beziehungsweise Duettregel und Formalladungen. Die drei gezeigten Moleküle lassen sich jeweils ohne Formalladungen darstellen.
Die Abbildung eignet sich nach der Einführung der Valenzelektronen als angeleitete Übung und später zur Ergebnissicherung. Lernende können zunächst für jedes Molekül die Elektronensumme bestimmen und anschließend Zentralatom, Bindungen und freie Elektronenpaare begründen. Leitfragen sind: „Warum braucht CO₂ Doppelbindungen?“, „Welche Elektronen zählen zum Oktett des Zentralatoms?“ und „Warum gilt für H nur die Duettregel?“. Daran lassen sich typische Prüfungsaufgaben zu Lewis-Formeln, Formalladungen, Bindungsordnung und Molekülgeometrie anschließen. Als Erweiterung kann aus der Zahl der Elektronenpaardomänen mithilfe des EPA-Modells die räumliche Gestalt abgeleitet werden.
Mit zwei C=O-Doppelbindungen erreichen in CO₂ sowohl Kohlenstoff als auch beide Sauerstoffatome ein Oktett ohne Formalladungen. In H₂O und NH₃ reichen Einfachbindungen zusammen mit den freien Elektronenpaaren aus, um die jeweiligen Außenschalen zu füllen.
Freie Elektronenpaare beanspruchen nach dem Elektronenpaarabstoßungsmodell mehr Raum als bindende Elektronenpaare. Dadurch ist H₂O gewinkelt und NH₃ trigonal-pyramidal, während CO₂ ohne freie Elektronenpaare am Zentralatom linear ist.
Ja, ein bindendes Elektronenpaar wird für die Außenschale beider miteinander verbundenen Atome gezählt. Ein freies Elektronenpaar gehört dagegen ausschließlich zu dem Atom, an dem es eingezeichnet ist.