Kostenloser Online-Generator für Phylogenetischer Stammbaum: in rund 90 Sekunden eine vollständig beschriftete Abbildung. Die KI plant zuerst die Pflicht-Beschriftungen und zeichnet dann ein Diagramm im Lehrbuchstil — jede Beschriftung bleibt editierbar, fertig für Paper, Hausaufgaben und Folien.
✓ Exakte Beschriftungen ✓ Text nachträglich editierbar ✓ PNG für Paper, Poster & Folien
OUTPUT · 16:9 · PNGDer phylogenetische Baum stellt Hypothesen über die evolutionären Verwandtschaftsverhältnisse der Wirbeltiere dar. Seine Wurzel repräsentiert den gemeinsamen Vorfahren aller einbezogenen Taxa. Von inneren Verzweigungsknoten führen Äste zu Fischen, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren. Jeder Knoten bezeichnet den letzten gemeinsamen Vorfahren der daraus hervorgehenden Linien, nicht eine heute lebende Übergangsform. Entscheidend ist die Topologie: Schwestergruppen teilen einen jüngeren gemeinsamen Vorfahren als weiter entfernte Gruppen. Fachlich ist zu beachten, dass traditionelle Sammelgruppen wie „Fische“ und „Reptilien“ ohne genauere Abgrenzung paraphyletisch sein können; Vögel gehören innerhalb der Sauropsiden zur Reptilienlinie.
Die Leserichtung verläuft bei einem zeitkalibrierten Baum von der Wurzel entlang der Zeitachse zu den Endzweigen. Frühe Knoten markieren beispielsweise die Abspaltung großer Fischlinien, später folgen der Ursprung der Tetrapoden, die Trennung von Amphibien und Amnioten sowie die Aufspaltung der Amnioten in Synapsiden und Sauropsiden. Aus den Synapsiden gingen die Säugetiere hervor; innerhalb der Sauropsiden entstanden unter anderem heutige Reptiliengruppen und Vögel. Astlängen dürfen nur dann als Evolutionsdauer oder genetische Veränderung interpretiert werden, wenn eine entsprechende Skala angegeben ist. Das Drehen von Ästen um einen Knoten verändert die dargestellte Verwandtschaft nicht, solange die Verzweigungsreihenfolge unverändert bleibt.
Die Abbildung eignet sich nach der Einführung in Homologie, Synapomorphie und Kladistik zur Sicherung oder Anwendung. Studierende können zunächst den jüngsten gemeinsamen Vorfahren zweier Gruppen markieren, Schwestergruppen bestimmen und monophyletische gegenüber paraphyletischen Gruppen abgrenzen. Anschließend lässt sich fragen, welche topologischen Änderungen durch neue molekulare Daten begründet wären und welche bloß aus dem Drehen eines Knotens entstehen. Prüfungsrelevant sind besonders das Lesen der Verzweigungsreihenfolge, die Bedeutung innerer Knoten, die Unterscheidung von Kladogramm und zeitkalibriertem Phylogramm sowie die korrekte Einordnung der Vögel innerhalb der Sauropsiden.
Ein innerer Knoten repräsentiert den hypothetischen letzten gemeinsamen Vorfahren der anschließenden Linien. Er bezeichnet weder automatisch eine bekannte Fossilart noch den Zeitpunkt, an dem ein einzelnes Merkmal plötzlich vollständig entstand.
Nein. In einem Kladogramm dienen Astlängen meist nur der übersichtlichen Darstellung. Erst eine Skala oder Legende legt fest, ob die Länge Evolutionszeit, genetische Distanz oder die Zahl rekonstruierter Merkmalsänderungen ausdrückt.
Vögel stammen von theropoden Dinosauriern ab und sind innerhalb der Sauropsiden eingebettet. Eine Gruppe „Reptilien“ ohne Vögel wäre daher paraphyletisch, weil sie nicht alle Nachkommen ihres letzten gemeinsamen Vorfahren umfasst.