Biologie · Gymnasiale Oberstufe (Grundkurs)

Ablauf der Mitose Generator

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Beschriftungen in diesem Diagramm

  • Interphase
  • Prophase
  • Metaphase
  • Anaphase
  • Telophase
  • Chromatin
  • Chromosom
  • Zentromer
  • Spindelapparat
  • Kernhülle
  • Äquatorialebene
  • Chromosomenzahl: 2n
  • Chromosomenzahl: 4n (vorübergehend)
  • je Tochterkern: 2n

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BESCHRIFTET · EDITIERBARAblauf der MitoseOUTPUT · 16:9 · PNG
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Was diese Abbildung zeigt

Das Prozessbild zeigt die Vorbereitung und den Ablauf der mitotischen Kernteilung in der Reihenfolge Interphase, Prophase, Metaphase, Anaphase und Telophase. Die Interphase gehört streng genommen nicht zur Mitose, ist aber als Vorbereitung unverzichtbar: In der S-Phase wird die DNA verdoppelt, ohne dass sich die Chromosomenzahl ändert. Danach kondensiert das Chromatin zu sichtbaren Zwei-Chromatid-Chromosomen. Das Bild stellt für jede Phase die Form und Lage der Chromosomen, den Zustand der Kernhülle, die Ausbildung des Spindelapparats sowie die Lage und Teilung der Zentromere dar. Dadurch wird verständlich, wie aus einem Zellkern zwei genetisch weitgehend identische Tochterkerne entstehen.

Die Phasen bilden eine kausale Abfolge: Nach der DNA-Replikation liegen weiterhin 2n Chromosomen vor, nun aber mit jeweils zwei Schwesterchromatiden. In der Prophase kondensieren sie, während sich Kernhülle und Kernkörperchen auflösen und der Spindelapparat entsteht. In der Metaphase ordnen sich die Chromosomen mit ihren Zentromeren in der Äquatorialebene an. In der Anaphase werden die Schwesterchromatiden am Zentromer getrennt und als Tochterchromosomen zu entgegengesetzten Polen transportiert. Innerhalb der noch ungeteilten Zelle zählt man vorübergehend 4n Chromosomen. In der Telophase besitzt jeder neu entstehende Tochterkern wieder 2n Ein-Chromatid-Chromosomen; anschließend folgt gewöhnlich die Cytokinese.

Was eine korrekte Abbildung enthalten muss

  • Phasenfolge: Interphase, Prophase, Metaphase, Anaphase und Telophase müssen in zeitlich richtiger Reihenfolge angeordnet und deutlich benannt sein.
  • Chromosomenform: In der Interphase ist lockeres Chromatin darzustellen, während ab der Prophase kondensierte Zwei-Chromatid-Chromosomen sichtbar werden.
  • Spindelapparat: Seine Bildung beginnt in der Prophase; in der Metaphase müssen Spindelfasern von beiden Zellpolen an den Chromosomen beziehungsweise Kinetochoren ansetzen.
  • Äquatorialebene: In der Metaphase sind die Zentromere aller Chromosomen in der Zellmitte auszurichten, nicht die gesamten Chromatiden beliebig zu verteilen.
  • Zentromerteilung: In der Anaphase muss erkennbar sein, dass sich die Zentromere trennen und die Schwesterchromatiden dadurch zu selbstständigen Tochterchromosomen werden.
  • Kernhülle: Sie bleibt in der Interphase erhalten, löst sich während der Prophase auf und bildet sich in der Telophase um beide Chromosomensätze neu.
  • Chromosomenzahl: Für eine diploide Ausgangszelle ist Interphase bis Metaphase mit 2n, die Anaphase innerhalb der ungeteilten Zelle vorübergehend mit 4n und jeder Tochterkern mit 2n zu kennzeichnen.
  • Cytokinese: Nach oder parallel zur Telophase sollte die Teilung des Cytoplasmas ergänzt werden; bei Tierzellen entsteht eine Teilungsfurche, bei Pflanzenzellen eine Zellplatte.

Häufige Fehler

  • Die DNA-Verdopplung wird fälschlich als Verdopplung der Chromosomenzahl dargestellt. Tatsächlich steigt der DNA-Gehalt, während die Zelle bis zur Zentromerteilung weiterhin 2n Chromosomen besitzt.
  • Die Interphase wird als eigentliche Mitosephase bezeichnet. Sie gehört zum Zellzyklus und bereitet die Mitose vor, ist aber kein Abschnitt der mitotischen Kernteilung.
  • In der Metaphase werden bereits getrennte Chromatiden gezeichnet. Die Schwesterchromatiden bleiben hier noch am Zentromer verbunden und trennen sich erst in der Anaphase.
  • Die Anaphase wird weiterhin mit 2n für die gesamte Zelle beschriftet. Nach der Zentromerteilung zählt jedes ehemalige Chromatid als eigenes Chromosom, sodass vorübergehend 4n vorliegen.
  • Kernteilung und Cytokinese werden gleichgesetzt. Die Mitose teilt den Zellkern; die Cytokinese verteilt anschließend das Cytoplasma auf zwei Tochterzellen.

Tipps für den Unterricht

Die Darstellung eignet sich nach der Einführung des Zellzyklus zur Erarbeitung oder Sicherung der Mitose. Lernende können zunächst die Phasen ordnen und anschließend für jede Phase Kernhülle, Spindelapparat, Chromosomenform, Zentromerzustand und Chromosomenzahl begründen. Leitfragen sind: „Wann wird die DNA verdoppelt?“, „Warum steigt die Chromosomenzahl erst in der Anaphase?“ und „Wodurch erhalten beide Tochterkerne denselben Chromosomensatz?“ Prüfungsrelevant sind besonders die Unterscheidung von Chromosomenzahl und DNA-Gehalt, die Metaphasenanordnung, die Trennung der Schwesterchromatiden sowie der Unterschied zwischen Mitose und Cytokinese.

Fragen zu dieser Abbildung

Warum bleibt die Chromosomenzahl nach der DNA-Replikation zunächst unverändert?

Ein Chromosom wird anhand seines Zentromers gezählt. Nach der Replikation besteht jedes Chromosom aus zwei Schwesterchromatiden, die noch an einem gemeinsamen Zentromer verbunden sind; deshalb bleibt die Zahl bei 2n, obwohl sich der DNA-Gehalt verdoppelt hat.

Welche Aufgabe hat der Spindelapparat während der Mitose?

Spindelfasern verbinden die Zellpole mit den Kinetochoren im Bereich der Zentromere. Sie richten die Chromosomen in der Metaphase aus und transportieren die getrennten Tochterchromosomen in der Anaphase zu entgegengesetzten Polen.

Warum wird die Chromosomenzahl in der Anaphase vorübergehend mit 4n angegeben?

Mit der Teilung der Zentromere werden die Schwesterchromatiden zu eigenständigen Chromosomen. Solange die Zelle noch nicht geteilt ist, befinden sich deshalb insgesamt 4n Chromosomen in ihr; an jedem Pol entsteht jedoch ein vollständiger 2n-Satz.

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