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OUTPUT · 16:9 · PNGDas Ablaufdiagramm stellt die Meiose als zwei aufeinanderfolgende Kern- und Zellteilungen nach einmaliger DNA-Replikation dar. In der Meiose I paaren sich homologe Chromosomen während der Prophase I durch Synapsis. Dabei entstehen Bivalente beziehungsweise Tetraden aus jeweils vier Chromatiden. Zwischen Nichtschwesterchromatiden kann an Chiasmata ein Crossing-over stattfinden, wodurch neue Allelkombinationen entstehen. Anschließend ordnen sich die homologen Chromosomenpaare in der Äquatorialebene an und werden getrennt. Dadurch wird der diploide Chromosomensatz auf einen haploiden Satz reduziert, weshalb die Meiose I auch Reduktionsteilung heißt.
An die Meiose I schließt sich ohne erneute DNA-Replikation die Meiose II an. Die Chromosomen bestehen zunächst weiterhin aus zwei Schwesterchromatiden. In der Metaphase II ordnen sie sich einzeln an den Äquatorialebenen der beiden Zellen an. Während der Anaphase II werden die Zentromere geteilt und die Schwesterchromatiden durch Spindelfasern zu entgegengesetzten Polen bewegt. Nach Telophase II und Cytokinese entstehen aus einer diploiden Ausgangszelle vier haploide Tochterzellen. Diese sind genetisch verschieden, weil Crossing-over und die zufällige Verteilung mütterlicher und väterlicher homologer Chromosomen unterschiedliche Chromosomen- und Allelkombinationen erzeugen.
Die Abbildung eignet sich nach der Einführung des Chromosomenaufbaus zur Erarbeitung oder Sicherung des Meioseablaufs. Lernende können die Phasen ordnen, homologe Chromosomen farbig verfolgen und für jede Teilung beantworten: Was wird getrennt, teilt sich das Zentromer und wie verändern sich Chromosomensatz sowie DNA-Menge? Besonders prüfungsrelevant sind der Unterschied zwischen Meiose I und Mitose, die Trennung der Schwesterchromatiden in Meiose II sowie die Ursachen genetischer Vielfalt. Als Vertiefung können Lehrkräfte nach den Folgen eines fehlenden Crossing-overs oder einer Nichttrennung von Chromosomen fragen.
In der Meiose I werden die homologen Chromosomen eines diploiden Satzes auf zwei Zellen verteilt. Dadurch wird der Chromosomensatz von diploid auf haploid reduziert, obwohl jedes Chromosom zunächst noch aus zwei Schwesterchromatiden besteht.
Eine Tetrade besteht aus den vier Chromatiden zweier gepaarter homologer Chromosomen. Ein Chiasma ist die sichtbare Überkreuzungsstelle, an der zuvor ein Austausch entsprechender DNA-Abschnitte zwischen Nichtschwesterchromatiden stattgefunden hat.
In der Meiose I werden homologe Chromosomen voneinander getrennt, ohne dass sich die Zentromere teilen. In der Meiose II teilen sich die Zentromere, und die Schwesterchromatiden werden ähnlich wie bei einer Mitose auf die Tochterzellen verteilt.