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OUTPUT · 16:9 · PNGDie schematische Darstellung zeigt die semikonservative Replikation der DNA vor einer Zellteilung. Eine Helicase trennt die ursprüngliche Doppelhelix, indem sie die Wasserstoffbrücken zwischen den komplementären Basen löst. Dadurch entstehen zwei Einzelstränge, die jeweils als Matrizenstrang für einen neuen DNA-Strang dienen. Freie Nukleotide werden nach der Regel der komplementären Basenpaarung angeordnet: Adenin paart mit Thymin, Guanin mit Cytosin. DNA-Polymerasen verknüpfen die Nukleotide zu neuen Strängen. Am Ende besteht jedes Tochter-DNA-Molekül aus einem alten, elterlichen Strang und einem neu synthetisierten Strang. Deshalb heißt dieser Mechanismus semikonservative DNA-Replikation.
Die beiden Matrizenstränge verlaufen antiparallel, während DNA-Polymerasen neue DNA ausschließlich in 5′-3′-Richtung synthetisieren. An der Replikationsgabel entsteht der Leitstrang daher kontinuierlich in Richtung der sich öffnenden Gabel. Der Folgestrang wird dagegen diskontinuierlich entgegen der Bewegungsrichtung der Replikationsgabel aufgebaut. Dazu werden zunächst kurze RNA-Primer gebildet, an die die DNA-Polymerase Nukleotide anfügt. So entstehen mehrere Okazaki-Fragmente. Nach dem Entfernen und Ersetzen der Primer verbindet die DNA-Ligase diese Fragmente zu einem durchgehenden Strang. Die Pfeile im Schema müssen deshalb Syntheserichtung, Antiparallelität und den unterschiedlichen Aufbau von Leit- und Folgestrang eindeutig erkennen lassen.
Die Abbildung eignet sich nach der Einführung von DNA-Aufbau und Basenpaarung zur Erarbeitung der semikonservativen Replikation. Zunächst können die Lernenden 5′- und 3′-Enden ergänzen und daraus ableiten, welcher neue Strang kontinuierlich oder diskontinuierlich entsteht. Leitfragen sind: Warum benötigt nur der Folgestrang Okazaki-Fragmente? In welche Richtung arbeitet die DNA-Polymerase? Anschließend sollten die Schülerinnen und Schüler den Ablauf von Helicase, Primerbildung, Polymerase und Ligase in die richtige Reihenfolge bringen. Prüfungsrelevant sind besonders Antiparallelität, komplementäre Basenpaarung, Syntheserichtung sowie die Unterscheidung von Leit- und Folgestrang.
Jedes neu entstandene DNA-Doppelstrangmolekül enthält einen Strang der ursprünglichen DNA und einen neu synthetisierten Strang. Somit bleibt in jedem Tochter-Molekül die Hälfte des Ausgangsmoleküls erhalten.
Die DNA-Polymerase kann ausschließlich in 5′-3′-Richtung synthetisieren. Weil die Matrize des Folgestrangs entgegengesetzt zur Öffnungsrichtung der Replikationsgabel verläuft, muss die Synthese abschnittsweise erfolgen.
Die Helicase öffnet die Doppelhelix, und die DNA-Polymerase fügt nach dem Prinzip A-T und G-C neue Nukleotide an. Die DNA-Ligase schließt anschließend die Lücken zwischen den Okazaki-Fragmenten des Folgestrangs.