Biologie · Gymnasiale Oberstufe (Grundkurs)

Schematische Darstellung der DNA-Replikation Generator

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Beschriftungen in diesem Diagramm

  • Entwindung der DNA-Doppelhelix
  • Helikase
  • Replikationsgabel
  • Matrizenstrang
  • Leitstrang
  • Folgestrang
  • Okazaki-Fragmente
  • DNA-Polymerase
  • komplementäre Basenpaarung: A-T, G-C
  • Syntheserichtung 5'→3'
  • Elternstrang
  • neu synthetisierter Strang

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BESCHRIFTET · EDITIERBARSchematische Darstellung der DNA-ReplikationOUTPUT · 16:9 · PNG
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Was diese Abbildung zeigt

Die schematische Darstellung zeigt die semikonservative Replikation der DNA vor einer Zellteilung. Eine Helicase trennt die ursprüngliche Doppelhelix, indem sie die Wasserstoffbrücken zwischen den komplementären Basen löst. Dadurch entstehen zwei Einzelstränge, die jeweils als Matrizenstrang für einen neuen DNA-Strang dienen. Freie Nukleotide werden nach der Regel der komplementären Basenpaarung angeordnet: Adenin paart mit Thymin, Guanin mit Cytosin. DNA-Polymerasen verknüpfen die Nukleotide zu neuen Strängen. Am Ende besteht jedes Tochter-DNA-Molekül aus einem alten, elterlichen Strang und einem neu synthetisierten Strang. Deshalb heißt dieser Mechanismus semikonservative DNA-Replikation.

Die beiden Matrizenstränge verlaufen antiparallel, während DNA-Polymerasen neue DNA ausschließlich in 5′-3′-Richtung synthetisieren. An der Replikationsgabel entsteht der Leitstrang daher kontinuierlich in Richtung der sich öffnenden Gabel. Der Folgestrang wird dagegen diskontinuierlich entgegen der Bewegungsrichtung der Replikationsgabel aufgebaut. Dazu werden zunächst kurze RNA-Primer gebildet, an die die DNA-Polymerase Nukleotide anfügt. So entstehen mehrere Okazaki-Fragmente. Nach dem Entfernen und Ersetzen der Primer verbindet die DNA-Ligase diese Fragmente zu einem durchgehenden Strang. Die Pfeile im Schema müssen deshalb Syntheserichtung, Antiparallelität und den unterschiedlichen Aufbau von Leit- und Folgestrang eindeutig erkennen lassen.

Was eine korrekte Abbildung enthalten muss

  • Ausgangs-Doppelhelix: Zwei antiparallele DNA-Stränge mit 5′- und 3′-Enden einzeichnen, damit die spätere Syntheserichtung nachvollziehbar ist.
  • Replikationsgabel und Entwindung: Die geöffnete DNA Y-förmig darstellen und zeigen, dass sich die Doppelhelix vor der Gabel in zwei Matrizenstränge trennt.
  • Helicase: Das Enzym direkt an der Replikationsgabel markieren; es trennt die Basenpaare durch das Lösen ihrer Wasserstoffbrücken.
  • Komplementäre Basenpaarung: A immer mit T und G immer mit C verbinden, weil jeder alte Matrizenstrang die Basenfolge des neuen Strangs festlegt.
  • DNA-Polymerase und Syntheserichtung: Die Polymerase an den wachsenden Strängen einzeichnen und die Neusynthese ausschließlich mit Pfeilen in 5′-3′-Richtung kennzeichnen.
  • Leitstrang: Den neuen Strang kontinuierlich in Richtung der Replikationsgabel darstellen, da seine Matrize in 3′-5′-Richtung abgelesen wird.
  • Folgestrang und Okazaki-Fragmente: Mehrere kurze DNA-Abschnitte mit RNA-Primern einzeichnen; sie entstehen diskontinuierlich jeweils in 5′-3′-Richtung.
  • Semikonservatives Ergebnis: Zwei Tochter-DNA-Moleküle zeigen, die jeweils aus einem alten Matrizenstrang und einem neu gebildeten Strang bestehen.

Häufige Fehler

  • Leit- und Folgestrang werden nach der oberen oder unteren Position im Bild benannt. Entscheidend ist jedoch ihre Syntheseweise relativ zur Bewegungsrichtung der Replikationsgabel.
  • Die DNA-Polymerase wird in 3′-5′-Richtung zeichnend dargestellt. Sie liest zwar die Matrize in 3′-5′-Richtung, synthetisiert den neuen Strang aber immer in 5′-3′-Richtung.
  • Okazaki-Fragmente werden auf dem Leitstrang eingezeichnet. Sie kommen ausschließlich bei der diskontinuierlichen Synthese des Folgestrangs vor.
  • Die Helicase wird mit der DNA-Polymerase verwechselt. Die Helicase öffnet die Doppelhelix, während die DNA-Polymerase komplementäre Nukleotide verknüpft.
  • Als Ergebnis werden ein vollständig altes und ein vollständig neues DNA-Molekül dargestellt. Bei der semikonservativen Replikation enthält jedes Tochter-Molekül einen alten und einen neuen Strang.

Tipps für den Unterricht

Die Abbildung eignet sich nach der Einführung von DNA-Aufbau und Basenpaarung zur Erarbeitung der semikonservativen Replikation. Zunächst können die Lernenden 5′- und 3′-Enden ergänzen und daraus ableiten, welcher neue Strang kontinuierlich oder diskontinuierlich entsteht. Leitfragen sind: Warum benötigt nur der Folgestrang Okazaki-Fragmente? In welche Richtung arbeitet die DNA-Polymerase? Anschließend sollten die Schülerinnen und Schüler den Ablauf von Helicase, Primerbildung, Polymerase und Ligase in die richtige Reihenfolge bringen. Prüfungsrelevant sind besonders Antiparallelität, komplementäre Basenpaarung, Syntheserichtung sowie die Unterscheidung von Leit- und Folgestrang.

Fragen zu dieser Abbildung

Warum wird die DNA-Replikation als semikonservativ bezeichnet?

Jedes neu entstandene DNA-Doppelstrangmolekül enthält einen Strang der ursprünglichen DNA und einen neu synthetisierten Strang. Somit bleibt in jedem Tochter-Molekül die Hälfte des Ausgangsmoleküls erhalten.

Warum entstehen nur am Folgestrang Okazaki-Fragmente?

Die DNA-Polymerase kann ausschließlich in 5′-3′-Richtung synthetisieren. Weil die Matrize des Folgestrangs entgegengesetzt zur Öffnungsrichtung der Replikationsgabel verläuft, muss die Synthese abschnittsweise erfolgen.

Welche Aufgaben haben Helicase, DNA-Polymerase und DNA-Ligase?

Die Helicase öffnet die Doppelhelix, und die DNA-Polymerase fügt nach dem Prinzip A-T und G-C neue Nukleotide an. Die DNA-Ligase schließt anschließend die Lücken zwischen den Okazaki-Fragmenten des Folgestrangs.

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