Kostenloser Online-Generator für Kladogramm: in rund 90 Sekunden eine vollständig beschriftete Abbildung. Die KI plant zuerst die Pflicht-Beschriftungen und zeichnet dann ein Diagramm im Lehrbuchstil — jede Beschriftung bleibt editierbar, fertig für Paper, Hausaufgaben und Folien.
✓ Exakte Beschriftungen ✓ Text nachträglich editierbar ✓ PNG für Paper, Poster & Folien
OUTPUT · 16:9 · PNGEin Cladogramm stellt Hypothesen über die Verwandtschaft von Taxa anhand gemeinsamer abgeleiteter Merkmale, der Synapomorphien, dar. Die Endpunkte der Äste repräsentieren die untersuchten Arten oder übergeordneten Taxa. Innere Knoten stehen für deren hypothetische letzte gemeinsame Vorfahren. Eine Außengruppe dient dazu, ursprüngliche und abgeleitete Merkmalszustände zu unterscheiden und den Baum zu wurzeln. Merkmale wie Amniotenei, Endothermie oder Haare werden an denjenigen Ästen eingetragen, an denen ihr erstmaliges Auftreten angenommen wird. Entscheidend ist die Verzweigungsreihenfolge: Taxa, die einen jüngeren gemeinsamen Vorfahren besitzen, sind enger miteinander verwandt als Taxa, deren gemeinsamer Vorfahr tiefer im Cladogramm liegt.
Beim Zeichnen wird zunächst eine geeignete Außengruppe festgelegt und anschließend für jedes Merkmal bestimmt, ob der ursprüngliche oder der abgeleitete Zustand vorliegt. Aus einer Merkmalsmatrix werden Taxa mit gemeinsamen Synapomorphien zu monophyletischen Gruppen, den Kladen, zusammengefasst. Jeder Verzweigungspunkt teilt eine Stammlinie in mindestens zwei Linien; Schwestergruppen gehen unmittelbar aus demselben Knoten hervor. Ein Merkmal wird vor dem Knoten der Klade markiert, deren Mitglieder es teilen. Die stufenförmige Darstellung besitzt keine Rangordnung: Äste dürfen an einem Knoten gedreht werden, ohne die Verwandtschaftsaussage zu verändern. Astlängen zeigen nur dann Zeit oder Evolutionsumfang, wenn dies ausdrücklich durch eine Skala definiert ist.
Das Cladogramm eignet sich nach der Einführung von Homologie, Analogie und Merkmalsmatrizen für eine anwendungsorientierte Erarbeitungs- oder Sicherungsphase. Lehrkräfte können zunächst nach Außengruppe, Schwestergruppen und dem jüngsten gemeinsamen Vorfahren zweier Taxa fragen. Anschließend ordnen die Studierenden Merkmale wie Amniotenei, Endothermie und Haare den passenden Ästen zu und begründen jede Position mit der Merkmalsverteilung. Durch das Drehen einzelner Äste lässt sich prüfen, ob die Topologie verstanden wurde. Typische Prüfungsaufgaben betreffen das Erkennen monophyletischer Gruppen, die Unterscheidung von Synapomorphie und Homoplasie sowie die Ableitung eines Cladogramms aus einer Merkmalsmatrix.
Ein innerer Knoten repräsentiert den hypothetischen letzten gemeinsamen Vorfahren der daraus hervorgehenden Linien. Je jünger der gemeinsame Knoten zweier Taxa ist, desto enger sind sie im dargestellten Verwandtschaftsmodell miteinander verwandt.
Die Außengruppe wurzelt das Cladogramm und ermöglicht die Bestimmung der Merkmalsrichtung. Ein Zustand, der auch in der Außengruppe vorkommt, wird in der Regel als ursprünglich, ein neu auftretender Zustand als abgeleitet interpretiert.
Haare gelten als Synapomorphie der Säugetiere. Endothermie entstand nach gängiger Interpretation bei Vögeln und Säugetieren unabhängig und ist in einer entsprechenden Taxonauswahl eine Homoplasie; sie darf daher nicht ungeprüft zur Bildung einer gemeinsamen Klade dienen.