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OUTPUT · 16:9 · PNGDas PRISMA-2020-Flussdiagramm stellt transparent dar, wie aus einer systematischen Literaturrecherche die endgültig eingeschlossenen Studien hervorgehen. Es verfolgt die bibliografischen Datensätze von der Identifikation über das Screening und die Prüfung der Eignung bis zur Aufnahme in die qualitative oder quantitative Synthese. In den Kästen werden üblicherweise absolute Häufigkeiten mit n = angegeben. Wichtig ist die begriffliche Unterscheidung zwischen Datensätzen, Berichten und Studien: Mehrere Berichte können dieselbe Studie beschreiben. Das Diagramm dokumentiert daher nicht nur Suchergebnisse, sondern auch die methodisch begründete Reduktion und Auswahl der Evidenzbasis.
Die vier Prozessstufen sind logisch aufeinander bezogen und werden von oben nach unten gelesen. Zunächst werden Treffer aus Datenbanken, Registern oder zusätzlichen Quellen zusammengeführt und Duplikate entfernt. Im Screening werden Titel und Abstracts anhand vorab definierter Kriterien geprüft; nicht passende Datensätze werden ausgeschlossen. Anschließend erfolgt die Volltextprüfung der verbleibenden Berichte. Jeder Ausschluss in dieser Phase sollte mit einem nachvollziehbaren Grund, etwa falsche Population oder ungeeignetes Studiendesign, dokumentiert werden. Am Ende weist der Abschnitt zur Aufnahme die Zahl der eingeschlossenen Studien und gegebenenfalls die Zahl der in die Meta-Analyse eingegangenen Studien aus.
Lehrende können die Abbildung nach der Einführung der systematischen Recherche einsetzen und die Lernenden den Weg eines einzelnen Datensatzes erklären lassen. Geeignete Fragen sind: Wo werden Duplikate entfernt? Warum gehört ein Volltextausschluss nicht zum Screening? Wie lässt sich die Zahl der eingeschlossenen Studien rechnerisch prüfen? Anschließend können Gruppen ein eigenes Diagramm mit Platzhaltern wie n = erstellen und die Ausschlussgründe begründen. Prüfungsrelevant sind die vier Phasen, die Unterscheidung von Datensatz, Bericht und Studie sowie die transparente Dokumentation der Auswahlentscheidungen.
Ein Datensatz ist ein einzelner bibliografischer Treffer, ein Bericht ist eine konkrete Publikation oder ein Volltext, und eine Studie ist die zugrunde liegende Untersuchung. Eine Studie kann durch mehrere Berichte repräsentiert werden; diese Ebenen dürfen deshalb nicht additiv verwechselt werden.
Beim Screening werden zunächst Titel und Abstracts anhand grober Ein- und Ausschlusskriterien beurteilt. In der Eignungsprüfung wird der vollständige Text detailliert bewertet, wobei jeder Ausschluss mit einem spezifischen Grund dokumentiert werden sollte.
Für die Volltextphase sollten die wichtigsten und methodisch relevanten Ausschlussgründe mit ihrer jeweiligen Anzahl angegeben werden. Die Kategorien müssen klar definiert sein und sich möglichst nicht überschneiden, damit die n-Werte nachvollziehbar bleiben.