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OUTPUT · 16:9 · PNGDie Abbildung zeigt die Dichtefunktion einer Normalverteilung als symmetrische Glockenkurve. Ihr höchster Punkt liegt über dem Erwartungswert beziehungsweise Mittelwert μ. Die horizontale Achse wird in Abständen der Standardabweichung σ beschriftet, typischerweise von μ−3σ bis μ+3σ. Die Fläche unter der Kurve entspricht der Gesamtwahrscheinlichkeit 1. Farblich markierte Flächen verdeutlichen die empirische 68,2–95,4–99,7-Regel: Etwa 68,2 % der Werte liegen innerhalb einer Standardabweichung, 95,4 % innerhalb von zwei und 99,7 % innerhalb von drei Standardabweichungen um μ. Die Glockenform beschreibt damit sowohl die Lage als auch die Streuung normalverteilter Daten.
Die markierten Wahrscheinlichkeitsbereiche sind ineinander verschachtelt und jeweils symmetrisch um μ angeordnet. Das Intervall [μ−σ, μ+σ] bildet den zentralen Bereich mit etwa 68,2 %. Durch Hinzufügen der Abschnitte zwischen einer und zwei Standardabweichungen entsteht [μ−2σ, μ+2σ] mit etwa 95,4 %. Zusammen mit den äußeren Abschnitten bis μ±3σ umfasst die Fläche ungefähr 99,7 %. Die Wendepunkte der Dichtekurve liegen genau bei μ−σ und μ+σ; dort wechselt die Krümmungsrichtung. Eine größere Standardabweichung macht die Kurve breiter und flacher, eine kleinere macht sie schmaler und höher, während die Gesamtfläche stets 1 bleibt.
Die Grafik eignet sich nach der Einführung von Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung zur anschaulichen Deutung von Wahrscheinlichkeiten. Lehrkräfte können zunächst fragen, welcher Flächenanteil zwischen μ−2σ und μ+2σ liegt, und anschließend Teilbereiche wie zwischen μ+σ und μ+2σ berechnen lassen. Durch den Vergleich verschieden breiter Glockenkurven wird die Wirkung von σ sichtbar. In der Oberstufe verbindet die Abbildung Flächenwahrscheinlichkeiten mit Standardisierung und z-Werten; an der Universität kann sie zur Dichtefunktion, zu Wendepunkten, Quantilen und zur Abgrenzung zwischen Dichtewert und Wahrscheinlichkeit führen.
An diesen Stellen ist die zweite Ableitung der Dichtefunktion gleich null und wechselt ihr Vorzeichen. Deshalb ändert sich dort die Krümmungsrichtung der Kurve.
Die Werte sind gerundete Wahrscheinlichkeiten der Intervalle μ±σ, μ±2σ und μ±3σ. Sie gelten für jede Normalverteilung, weil sich diese durch z = (x−μ)/σ auf die Standardnormalverteilung zurückführen lässt.
Bei größerem σ verteilt sich die Wahrscheinlichkeit über einen breiteren Bereich, sodass die Kurve flacher wird. Bei kleinerem σ wird sie schmaler und höher; Mittelwert und Gesamtfläche ändern sich dadurch nicht.